Adjudication

Im Rah­men einer Adju­di­ca­ti­on trifft ein sach­kun­di­ger Drit­ter nach Sach­ver­halts­auf­klä­rung eine vor­läu­fi­ge Ent­schei­dung. Meis­tens wird hier­für ein sach­kun­di­ger Drit­ter aus­ge­wählt, dem die bis­he­ri­ge Zusam­men­ar­beit der Betei­lig­ten und die ver­trag­li­chen Grund­la­gen bekannt sind, also etwa der Archi­tekt bei einer Strei­tig­keit zwi­schen Bau­herrn und Bau­un­ter­neh­mer. Auf­grund der beson­de­ren Sach­kun­de des von den Betei­lig­ten ein­ge­schal­te­ten Drit­ten ist die Chan­ce für eine ein­ver­nehm­li­che Lösung des Streits im Adju­di­ca­ti­on-Ver­fah­ren sehr hoch.

Adjudication

Oft­mals wird auch bei der Ver­ein­ba­rung eines Adju­di­ca­ti­on-Ver­fah­rens ein „halb-bin­den­der“ Cha­rak­ter der Ent­schei­dung vor­ge­se­hen: Ist einer der Betei­lig­ten mit der Ent­schei­dung nicht ein­ver­stan­den, muss er die­se Ent­schei­dung inner­halb einer bestimm­ten Frist gericht­lich anfech­ten, andern­falls wird die Ent­schei­dung für alle Betei­lig­ten bin­dend.

Die­ses Adju­di­ca­ti­on-Ver­fah­ren wur­de in Eng­land ent­wi­ckelt und muss dort bei Bau­strei­tig­kei­ten zwin­gend durch­ge­führt wer­den, bevor ein gericht­li­ches Ver­fah­ren in Gang gesetzt wer­den kann.

In Berei­chen, in denen die­ses Ver­fah­ren sinn­voll ist, emp­fiehlt es sich, das Ver­fah­ren bereits in den Aus­gangs­ver­trä­gen für den Streit­fall zu ver­ein­ba­ren.