Schiedsgutachten

Oft­mals bestehen Strei­tig­kei­ten nur über eine fach­li­che (nicht juris­ti­sche) Fra­ge, etwa über ein tech­ni­sches („Bestehen Män­gel in der Ver­trags­er­fül­lung?“) oder finan­zi­el­les („Wie hoch soll die Abfin­dung sein?“) Pro­blem. Hier bie­tet es sich oft­mals an, zu die­ser fach­li­chen Fra­ge die Ein­ho­lung eines Schieds­gut­ach­tens zu ver­ein­ba­ren. Meist löst sich durch die­ses Gut­ach­ten das Pro­blem bereits. Ist danach gleich­wohl noch ein gericht­li­ches Ver­fah­ren erfor­der­lich, ent­fal­tet das Schieds­gut­ach­ten auch in die­sem gericht­li­chen Ver­fah­ren Bin­dungs­wir­kung, so dass die­se Fra­ge in dem gericht­li­chen Ver­fah­ren nicht noch­mals geklärt wer­den muss.

Schiedsgutachten

In einer Viel­zahl von Fäl­len emp­fiehlt sich die Auf­nah­me von Rege­lun­gen zu einem im Streit­fall ein­zu­ho­len­den Schieds­gut­ach­ten bereits in dem der Zusam­men­ar­beit zugrun­de lie­gen­den Ver­trag, etwa in Gesell­schafts­ver­trä­gen oder Werk­ver­trä­gen.

In letz­ter Zeit wer­den des öfte­ren auch Schieds­gut­ach­ten zu juris­ti­schen Pro­ble­men, etwa zu Fra­gen der Ver­trags­aus­le­gung, ver­ein­bart. Für der­ar­ti­ge juris­ti­sche Pro­ble­me exis­tie­ren jedoch regel­mä­ßig effi­zi­en­te­re Kon­flikt­lö­sungs­me­tho­den.