Anwaltliche Mediation beim Oberlandesgericht Köln

Bei Ver­fah­ren vor dem Ober­lan­des­ge­richt Köln besteht für die Par­tei­en nun­mehr auch die Mög­lich­keit gerichts­na­her anwalt­li­cher Media­ti­on. Das Pro­jekt, wel­ches bereits seit 2007 bei dem Amts­ge­richt und dem Land­ge­richt Köln ange­bo­ten wird, wird auf das Ober­lan­des­ge­richt erstreckt. Die Media­ti­on wird von dem Ober­lan­des­ge­richt Köln in Zusam­men­ar­beit mit den Anwalt­ver­ei­nen Köln, Bonn und Aachen und der Rechts­an­walts­kam­mer Köln ange­bo­ten. Der Prä­si­dent des Ober­lan­des­ge­richts, Johan­nes Rie­del, bemerkt zu der Mög­lich­keit anwalt­li­cher Media­ti­on bei dem Ober­lan­des­ge­richt: „Das Pro­jekt begrü­ße ich sehr und es fin­det mei­ne vol­le Unter­stüt­zung.“

Anwaltliche Mediation beim Oberlandesgericht Köln

Gerichts­na­he anwalt­li­che Media­ti­on bezeich­net eine alter­na­ti­ve Mög­lich­keit der Kon­flikt­lö­sung für Par­tei­en einer zivil- oder fami­li­en­ge­richt­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung. Im Media­ti­ons-ver­fah­ren wird mit Unter­stüt­zung eines Media­tors eine eigen­ver­ant­wort­li­che und dau­er­haf­te Kon­flikt­lö­sung zwi­schen den Par­tei­en ange­strebt. Die­se Lösung soll nicht nur den Gegen­stand der gericht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung erfas­sen, son­dern mög­lichst eine Gesamt­be­rei­ni­gung der zwi­schen den Par­tei­en bestehen­den Strei­tig­kei­ten errei­chen. Im Media­ti­ons­ver­fah­ren wird die Inter­es­sen­la­ge der Betei­lig­ten erfasst und inten­siv sowie unter Wah­rung der Ver­trau­lich­keit bespro­chen. Vor die­sem Hin­ter­grund wird ver­sucht, eine Lösung zu erar­bei­ten, die eine ge-mein­sa­me Basis für künf­ti­ge Begeg­nun­gen bil­den kann. Für die Dau­er der Media­ti­on ist das gericht­li­che Ver­fah­ren unter­bro­chen. Die­ses wird nur fort­ge­setzt, wenn eine Eini­gung nicht gelingt.

Ein Media­ti­ons­ver­fah­ren fin­det nur statt, wenn die Par­tei­en damit ein­ver­stan­den sind. Es wird von Rechts­an­wäl­tin­nen und Rechts­an­wäl­ten durch­ge­führt, die als Media­to­rin­nen und Media­to­ren aus­ge­bil­det sind.