Anwaltshaftung wegen unterbliebenen Vergleichsabschluss

Steht dem Man­dan­ten des Rechts­an­walts mate­ri­ell­recht­lich kein Anspruch gegen den Anspruchs­geg­ner zu, kommt eine Pflicht­ver­let­zung des Rechts­an­walts aus­nahms­wei­se dann in Betracht, wenn sich fest­stel­len lässt, dass der Anspruchs­geg­ner gleich­wohl ein Ver­gleichs­an­ge­bot unter­brei­tet hät­te, der Rechts­an­walt die­se Mög­lich­keit aber zuguns­ten sei­nes Man­dan­ten nicht wei­ter­ver­folgt und ein Ver­gleich nur auf­grund des­sen nicht zustan­de gekom­men ist. Der Scha­den besteht in einem sol­chen Fall in der ent­gan­ge­nen Ver­gleichs­sum­me.

Anwaltshaftung wegen unterbliebenen Vergleichsabschluss

Ober­lan­des­ge­richt Cel­le, Urteil vom 16. Sep­tem­ber 2009 — 3 U 10209