Der Streik bei Lufthansa

12. Dezember 2016 | Aktuelles
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Der Streik bei Lufthansa hat das Unternehmen ca. 100 Millionen Euro gekostet. Zwar sitzen die Parteien wieder am Verhandlungstisch, aber eine Einigung ist damit noch nicht in Sicht. Inzwischen ist die Rede von einer möglichen Schlichtung.

Aktuell besteht durch die angekündigte Wiederaufgenahme der Verhandlungen keine Gefahr eines weiteren Streiks der Piloten. Mit Hilfe von 14 Streiks hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit versucht, ihre Gehaltserhöhungen gegenüber der Lufthansa durchzusetzen. Dieser Kampf bleibt auch bei dem börsennotierten Unternehmen nicht ohne Folgen. Denn die Deutsche Lufthansa AG gehört zwar mit zu den mächtigsten Fluggesellschaften, aber neben dem Streik ist zum Einen der enorme Konkurrenzkampf nicht zu vergessen und zum Anderen setzt die Umstrukturierung ebenfalls dem Unternehmen zu. Dass diese Belastung dem Aktienkurs zusetzt, bleibt nicht aus.

Wäre der Arbeitskampf mit der Pilotengewerkschaft beendet, könnte sich das positiv auf die Lufthansa-Aktie auswirken. Die Heranziehung eines Schlichters ist dabei durchaus als erster Schritt in die richtige Richtung anzusehen. Doch weshalb muss es unbedingt ein Schlichter sein – die Hilfe eines Mediators kann genauso gut zu einer gemeinsamen Lösung führen.

Während ein Schlichter die Positionen beider Parteien bewertet und einen Lösungsvorschlag macht, der einem Kompromiss gleichkommt, hält sich ein Mediator zurück. Er unterstützt die Parteien selbst eine Lösung ihres Konflikts zu finden. Es findet keine Bewertung statt. Die so gemeinsam gefundene Lösung ist stets einvernehmlich, so dass es keinen Verlierer gibt. Ein Schlichter serviert den Parteien eine Lösung, die von diesen angenommen werden kann aber nicht muss. Eine solche Kompromisslösung kann meistens nicht alle Betroffenen restlos zufrieden stellen. Das sieht bei einer Mediation anders aus. Hier bleibt der Mediator neutral. Die Parteien sind aktiv am Geschehen beteiligt. Hier steht die Verständigung im Vordergrund, so dass der Mediator unterstützend wirkt bei der Herausarbeitung der verschiedenen Standpunkte. Es kommt auf das gegenseitige Verstehen an und nicht auf eine fremde Lösungsvorgabe. Folglich steuert der Mediator lediglich den eigentlichen Verlauf, den Prozess der Mediation. Eine Lösung bestimmt er nicht. Insoweit handeln die Konfliktparteien eigenverantwortlich. Folglich gibt es hier auch keinen Verlierer, denn alle Parteien stehen zu 100 % hinter einer gefundenen Lösung.

 
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