Mediation am Arbeitsplatz

Seit eini­ger Zeit wird die Media­ti­on auch im Bereich des Arbeits­rechts ange­wen­det. Beson­ders bei Kon­flik­ten zwi­schen Arbeit­ge­ber und Arbeit­neh­mer kann die Media­ti­on eine Alter­na­ti­ve sein. Aber auch Kon­flik­te unter den Mit­ar­bei­tern kön­nen so gelöst wer­den. Nicht immer ist der Gang zum Gericht der ein­zig rich­ti­ge Weg.

Mediation am Arbeitsplatz

Um das Ver­hält­nis zwi­schen den Par­tei­en berei­ni­gen zu kön­nen und/oder eine Kün­di­gung zu ver­mei­den, kann mit Hil­fe der Media­ti­on eine Lösung erar­bei­tet wer­den, so dass im Ide­al­fall eine Win-Win-Situa­ti­on ent­steht. Führt die­se Metho­de zu kei­nem annehm­ba­ren Ergeb­nis, so bleibt es einem unbe­nom­men, z.B. doch noch den Gerichts­weg zu beschrei­ten um sich u.a. gegen eine Kün­di­gung zu weh­ren. Aber auch wenn eine Kün­di­gung von bei­den Sei­ten befür­wor­tet wird – also ein­ver­nehm­lich erfolgt — kön­nen durch die Media­ti­on die Moda­li­tä­ten abge­klärt wer­den:

  • Tren­nen sich Arbeit­neh­mer und Arbeit­ge­ber z.B. wegen eines Umzugs nach Leip­zig, was spricht dage­gen, bei der Suche nach einem neu­en Arbeits­platz behilf­lich zu sein.
  • Oder wenn man eine neue Stel­le gefun­den hat, kann man über eine Umzugs­hil­fe spre­chen.
  • Genau­so kann es eine Rege­lung bezüg­lich der Ein­ar­bei­tung des nach­fol­gen­den neu­en Mit­ar­bei­ters geben. Denk­bar ist z.B. eine Ein­ar­bei­tung des neu­en durch den alten Mit­ar­bei­ter.
  • Oder der Zeit­punkt des Aus­schei­dens aus dem Arbeits­ver­hält­nis wird auf die Bedürf­nis­se des Arbeit­neh­mers und Arbeit­ge­bers abge­stimmt und dem­entspre­chend nach vor­ne oder nach hin­ten ver­legt. So kann einer­seits län­ger nach einem Nach­fol­ger gesucht wer­den und ande­rer­seits naht­los mit dem neu­en Job in Leip­zig begon­nen wer­den.
  • Die Fami­lie zieht nicht mit an den Ort des neu­en Arbeits­plat­zes Leip­zig. Da ist es denk­bar, dass der ehe­ma­li­ge Arbeit­ge­ber die anfal­len­den Rei­se­kos­ten für eine gewis­se Zeit über­nimmt. Oder die Kos­ten wer­den bei der Höhe einer mög­li­chen Abfin­dung mit­be­dacht.

Grund­sätz­lich steht der Media­tor auf einer Stu­fe mit den Betei­lig­ten und erar­bei­tet gemein­sam mit ihnen eine Lösung. Jeder soll am Ende mit dem Ergeb­nis zufrie­den sein, kei­ner benach­tei­ligt. Das heißt für unser Bei­spiel:
 — Der ehe­ma­li­ge Mit­ar­bei­ter ist mit der Kün­di­gung und sei­ner neu­en Arbeit in Leip­zig zufrie­den.
 — Dem Arbeit­ge­ber ent­ste­hen kei­ne über­di­men­sio­na­len Kos­ten durch die Kün­di­gung und das Betriebs­kli­ma ist (wie­der) nor­mal.

Bei­de gehen als Gewin­ner aus der Media­ti­on her­aus. Es bleibt kein Ärger und kei­ne Unzu­frie­den­heit zurück.