Mediation beim Landesarbeitsgericht Düsseldorf

Nun ist in Nord­rhein-West­fa­len das nächs­te Pilot­pro­jekt gestar­tet: Im Bezirk des Lan­des­ar­beits­ge­richts Düs­sel­dorf kön­nen die Par­tei­en inzwi­schen auf eine pro­fes­sio­nel­le rich­ter­li­che Media­ti­on zurück­grei­fen. Zum Bezirk zäh­len die Arbeits­ge­rich­te Düs­sel­dorf, Kre­feld und Ober­hau­sen. Dort steht den Kon­flikt­par­tei­en ein aus­ge­bil­de­ter rich­ter­li­cher Media­tor zur Ver­fü­gung, der in einer nicht-öffent­li­chen Ver­hand­lung die Par­tei­en unter­stützt, gemein­sam eine fai­re, ein­ver­nehm­li­che, selbst­ver­ant­wort­li­che und für alle Par­tei­en trag­ba­re Lösung zu ent­wi­ckeln.

Mediation beim Landesarbeitsgericht Düsseldorf

Die Par­tei­en wer­den im Lan­des­ar­beits­ge­richts­be­zirk Düs­sel­dorf durch ein Media­to­ren­team unter­stützt, das bei der Suche nach einer eige­nen Lösung allen Betei­lig­ten zur Sei­te steht. Ent­schei­den sich die Par­tei­en für die Media­ti­on, wird der Rechts­streit ter­min­los gestellt. Die Geschäfts­stel­le für Media­ti­on bestimmt dann den zustän­di­gen Media­tor. Unmit­tel­bar nach­dem das Ver­fah­ren dem Media­tor zuge­lei­tet wor­den ist, neh­men die­se Kon­takt zu den Betei­lig­ten auf und ver­ein­ba­ren einen kurz­fris­ti­gen Ter­min. Ziel der Media­ti­on ist es, die gemein­sam gefun­de­ne Lösung in einer Media­ti­ons­ver­ein­ba­rung ver­bind­lich fest­zu­schrei­ben und den Kon­flikt der Par­tei­en so dau­er­haft bei­zu­le­gen.

Mit Hil­fe einer beson­de­ren Gesprächs­füh­rung wer­den die Inter­es­sen und Bedürf­nis­se bei­der Par­tei­en betrach­tet und der Lösungs­fin­dung zugrun­de gelegt. Anders als im gericht­li­chen Ver­fah­ren ist es nicht Auf­ga­be der Media­ti­on, den Kon­flikt auf den recht­lich rele­van­ten Sach­ver­halt zu redu­zie­ren und recht­lich zu lösen. In Kon­flikt­si­tua­tio­nen am Arbeits­platz kann die Media­ti­on z.B. die Fort­set­zung der Arbeits­be­zie­hung ermög­li­chen. Es geht nicht um eine Bewer­tung ver­gan­ge­ner Ereig­nis­se, son­dern um die Fra­ge: „Wie geht es wei­ter?“