Verjährungshemmung und Nachlauffrist beim Güteverfahren

Ein Güte­ver­fah­ren führt die Hem­mung der Ver­jäh­rung des gel­tend gemach­ten Anspruchs her­bei. Die­se Hem­mung endet gemäß § 204 Abs. 2 BGB sechs Mona­te nach dem Zeit­punkt, in dem die Güte­stel­le dem Antrag­stel­ler mit­ge­teilt hat, dass die Antrags­geg­ne­rin am Güte­ver­fah­ren nicht teil­neh­men will.

Verjährungshemmung und Nachlauffrist beim Güteverfahren

Die­se Nach­lauf­frist des § 204 Abs. 2 Satz 1 BGB beginnt jedoch nicht erst mit dem Zugang der Mit­tei­lung der Güte­stel­le über das Schei­tern des Ver­fah­rens an die Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten des Klä­gers zu lau­fen, son­dern bereits zu dem Zeit­punkt, zu dem die Güte­stel­le die Mit­tei­lung die­ser Bekannt­ga­be ver­an­lasst hat1.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 25. Mai 2016 — IV ZR 11015

  1. BGH, Urteil vom 28.10.2015 — IV ZR 40514, VersR 2015, 1545 Rn. 30 ff. []