Schiedsgericht

Bei einem Schieds­ge­richts­ver­fah­ren ent­schei­det kein staat­li­ches Gericht, son­dern ein von den Betei­lig­ten ver­ein­bar­tes Schieds­ge­richt. Hier­bei bestim­men ent­we­der die Par­tei­en die Per­so­nen der Schieds­rich­ter oder aber sie grei­fen auf ein bestehen­des Schieds­ge­richt (z.B. auf ein von einem Dach­ver­band ein­ge­rich­te­tes Schieds­ge­richt) zurück.

Schiedsgericht

Der Vor­teil gegen­über einem staat­li­chen Gericht besteht in der Regel in der bes­se­ren Sach­kun­de der Schieds­rich­ter, die nicht zwin­gend Juris­ten sein müs­sen. So ist es etwa oft­mals üblich, dass bei­de Par­tei­en jeweils einen sach­kun­di­gen Schieds­rich­ter bestel­len, die sich dann auf einen Juris­ten als Vor­sit­zen­den des Schieds­ge­richts eini­gen, so dass das Schieds­ge­richt sowohl mit fach­lich wie mit juris­tisch fach­kun­di­gen Per­so­nen besetzt ist.

Am Ende eines Schieds­ver­fah­rens steht regel­mä­ßig ein Schieds­spruch, ent­we­der als ver­gleichs­wei­se Eini­gung der Par­tei­en oder aber als Ent­schei­dung des Schieds­ge­richts. Aus die­sem Schieds­spruch kann regel­mä­ßig — nach Voll­streck­bar­er­klä­rung durch ein Gericht — not­falls auch die Zwangs­voll­stre­ckung betrie­ben wer­den.

Typi­sche Anwen­dungs­fäl­le für Schieds­ver­fah­ren sind oft­mals Strei­tig­kei­ten von Mit­glie­dern eines gemein­sa­men Dach­ver­ban­des, der ein auf die spe­zi­el­len Pro­ble­me sei­ner Mit­glie­der spe­zia­li­sier­tes Schieds­ge­richt zur Ver­fü­gung stellt, sowie grenz­über­schrei­ten­de Streit­fäl­le, etwa im inter­na­tio­na­len Trans­port– und Spe­di­ti­ons­recht.