Der Rechtsanwalt als Mediator

Wer im Wettbewerb bestehen will, muss besser sein als seine Konkurrenten. Doch was heißt “besser” ? Ganz gleich auf welchem Gebiet man tätig ist, man muss in seiner Tätigkeit hervorstechen. In der heutigen Zeit ist es längst nicht mehr ausreichend, lediglich “gute Arbeit” abzuliefern. Der Kampf um den Kunden beginnt bereits mit der Werbung – und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem der Kunde noch gar nicht daran gedacht hat, dass er dieses Produkt bzw. diese Dienstleistung brauchen könnte. Neben der Qualität der Arbeit kann u.a. die Spezialisierung auf bestimmte Produkte und Arbeitsgebiete schon maßgebend bei der Entscheidung des Kunden für einen Anbieter sein.

Der Rechtsanwalt als Mediator

Solch eine Spezialisierung ist auch der Mediator. Mit Einführung des Mediationsgesetzes vom 21. Juli 2012 (BGBl. I S. 1577) in der Bundesgepublik Deutschland hat der Gesetzgeber versucht, die Mediation einigen festen Richtlinien zu unterwerfen. Nach § 5, Abs 2 des Mediationsgesetzes darf sich als zertifizierter Mediator derjenige bezeichnen, der eine Ausbildung zum Mediator abgeschlossen hat, die den Anforderungen der Rechtsverordnung nach § 6 Mediationsgesetz entspricht. Darüber hinaus besteht entsprechend den Anforderungen der Rechtsverordnung nach § 6 Mediationsgesetz eine Pflicht des Mediators, sich fortzubilden.

Diese Spezialisierung ist auch für einen Rechtsanwalt möglich. Kann er durch eine geeignete Ausbildung nachweisen, dass er die Grundsätze des Mediationsverfahrens beherrscht, darf er sich nach § 7a BORA als Mediator bezeichnen. Heute wird ein Rechtsanwalt nicht mehr über das Telefonbuch oder das Branchenbuch gefunden, sondern überwiegend durch das Internet. Da ist es nur folgerichtig, wenn dort ebenfalls eine Vermittlung von Rechtsanwälten stattfindet. Aber auch hier gilt: ein klein wenig besser sein als andere Mitbewerber – damit man überhaupt als Rechtsanwalt oder Mediator gefunden wird.