Einrede des Schiedsvertrags

Die Ein­re­de des Schieds­ver­trags ist nur dann recht­zei­tig erho­ben, wenn der Beklag­te vor Beginn der münd­li­chen Ver­hand­lung zur Haupt­sa­che (§ 1032 Abs. 1 ZPO)auch den Schieds­ver­trag, auf den er die Ein­re­de stützt, kon­kret bezeich­net.

Einrede des Schiedsvertrags

Die Ein­re­de des Schieds­ver­tra­ges ist an kei­ne Form gebun­den. Es genügt, dass der Beklag­te sei­nen Wil­len hin­rei­chend zum Aus­druck bringt, dass die Sach­ent­schei­dung nicht von dem ange­ru­fe­nen staat­li­chen Gericht, son­dern von einem Schieds­ge­richt getrof­fen wer­den soll1. Erfor­der­lich ist aber, dass die Beklag­te bei der Erhe­bung der Schieds­ein­re­de die Schieds­ver­ein­ba­rung, auf die sie die Ein­re­de stüt­zen will, kon­kret bezeich­net. Nur dann kann das staat­li­che Gericht, ent­spre­chend dem Rege­lungs­zweck des § 1032 Abs. 1 ZPO, vor der Befas­sung mit der Begründ­etheit der Kla­ge prü­fen, ob die Schieds­ver­ein­ba­rung sei­ner Zustän­dig­keit ent­ge­gen­steht oder ob sie nich­tig, unwirk­sam oder undurch­führ­bar im Sin­ne des § 1032 Abs. 1 ZPO ist.

Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Febru­ar 2011 — XI ZR 16808

  1. BGH, Urteil vom 13.01.2009 — XI ZR 6608, WM 2009, 402 Rn. 30 mwN []